Die Donnington-Affäre

The Donnington Affair

Nach seiner Flucht aus dem Gefängnis versteckt sich der Sohn von Sir Borrow Donnington in einem Geheimzimmer im Anwesen der Familie. Eines Morgens wird seine Schwester Evelyn vor der Tür der Kammer erschlagen aufgefunden ...

Die folgende Darstellung der Donnington-Affäre wurde nach den Originalnotizen des Hilfspfarrers in der Gemeinde Borrow-in-the- Vale geschrieben.

John Barrington Cope war vom King’s College in Cambridge zu einer Zeit nach Sussex gekommen, als der alte Vikar nicht einmal mehr die angenehmen Pflichten jenes ländlichen Amtes alleine zu bewältigen vermochte.

Er befand sich bereits fast zwei Jahre in Borrow, als sich die Tragödie ereignete. Als Mann von beachtlicher Gelehrsamkeit scheint er sofort die Tiefe des Geheimnisses erfaßt und ohne jeden Zeitverlust eine ordentliche Darstellung der Tatsachen niedergelegt zu haben, wie sie sich ihm darboten.

Als anerkannter Verehrer von Evelyn Donningtons Schwester Harriet genoß er die Großzügigkeit von Borrow Close und befand sich fast täglich im Hause. Auf seine Anregung hin wurde »ein anderer« aus London herbeigerufen, um einen Fall zu untersuchen, der bereits in einem frühen Stadium sowohl die Aufmerksamkeit der Polizei wie die Neugier des Publikums zu verblüffen versprach.

Die Notizen von Mr. Cope wurden hauptsächlich zum Zwecke der sorgfältigen Prüfung durch Father Brown geschrieben. Ihre Erweiterung scheint der schnellste Weg, um das lesende Publikum in den Besitz der hervorstechendsten Merkmale dieses erstaunlichen Vorfalls zu setzen.

Hörprobe (3:47)
"Die Donnington-Affäre"
aus der Reihe "Father Brown - Das Original"
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Anmerkungen des Übersetzers Hanswilhelm Haefs

 

Vorbemerkung:

Pemberton as caricatured by Spy (Leslie Ward) in Vanity Fair. February 1897

Der britische Schriftsteller Sir Max Pemberton hatte vor dem 1. Weltkrieg den Einfall, Kriminalfälle zu erfinden und von den besten Autoren von Kriminal- und Detektivgeschichten der Zeit lösen zu lassen. 1914 erfand er den Plot der Donnington-Affäre und bat den damals bereits hochberühmten Father Brown bzw. Chesterton, den Fall zu lösen. Der erste Teil, der Plot also, erschien in der Oktober-Ausgabe 1914 des inzwischen völlig vergessenen Magazins "The Premier", Father Browns Aufklärung in der November-Ausgabe. Sie wurde Anfang der 80er Jahre zufällig wiederentdeckt und in der seit 1974 in Saskatoon in Saskatchewan (Kanada) erscheinenden "The Chesterton Review - A Newsletter of the G. K. Chesterton Society" veröffentlicht. Danach nahm Marie Smith sie in ihre Sammlung G. K. Chesterton - Thirteen Detectives (Xanadu Publications Ltd., 1987) auf, die danach 1989 in Penguin Books erschien (wonach hier übersetzt wurde). Diese bereits 1914 erschienene, danach aber in Vergessenheit geratene Geschichte stellt also sozusagen die 50. der Father-Brown-Geschichten dar, wenngleich sie in Wirklichkeit bereits in die Zeit von Father Browns Weisheit (also Band 1) gehört. Sie wird hier erstmals im Rahmen einer Gesamtausgabe der Father-Brown-Geschichten vorgelegt und zugleich erstmals in deutscher Sprache.

Wikipedia-article: Max Pemberton

 

"Sandhurst"

Die Royal Military Academy Sandhurst

Die britische Militärakademie.

Wikipedia-Artikel: Royal Military Academy Sandhurst

 

"Die Übeltat der Menschen überlebt sie"

("The evil that men do lives after them")

The ghost of Caesar taunts Brutus about his imminent defeat. (Copperplate engraving by Edward Scriven from a painting by Richard Westall: London, 1802.

Die 2. Zeile der Leichenrede des Marc Anton auf Caesar in Shakespeares Julius Caesar, III. Akt, 2. Szene.

Wikipedia-Artikel: Julius Cäsar (Drama)

 

"Priesterkammer"

Der verborgene Eingang zu einem Priesterloch im Partingdale House, Middlesex

Auch Priesterloch oder Priesterzimmer (priest's chamber, priest's hole, priest's room) - zur Zeit der Katholikenverfolgung schon unter Heinrich VIII., vor allem aber unter Cromwell, richteten katholische, aber auch andersgläubige Hausbesitzer Geheimkammern ein, in denen sich die verfolgten Priester vor ihren Häschern verstecken konnten - wobei die Retter die Gefahr liefen, im Falle einer Entdeckung das Schicksal ihrer Schützlinge zu teilen: den Tod.

Wikipedia-article: Priest hole

 

"Albe und Kasel"

Albe eines Diakons

Das weiße liturgische Untergewand und das Messgewand eines katholischen Geistlichen.

Wikipedia-Artikel: Albe

Wikipedia-Artikel: Kasel (Gewand)

 

"der Squire"

The Squire (Ellesmere Chaucer)

Englische Bezeichnung für einen Landedelmann.

Wikipedia-article: Squire

Wikipedia-Artikel: Schildknappe

 

"laudator temporis acti"

Horaz (Phantasiedarstellung nach Anton von Werner)

lat. = Lobredner der Zeit der Treibjagden.

Wikipedia-Artikel: Laudator temporis acti

 

"anständiger Kerl"

Im Original "a white man": US-Slang.

 

"keine 30 Cents"

Kuss des Judas (anonym, 12. Jh., Uffizien)

Judas verriet Jesus für 30 Silberlinge.

Wikipedia-Artikel: Judas Ischariot

 

"Familienname Shrike"

engl. = der Würger.

 

"warum hat sie (die Polizei) dann nicht verhaftet?"

Eine angesichts der Argumentation von Father Brown unverständliche Frage; eine der Nachlässigkeiten G. K. Chestertons, in der Verknüpfung der unterschiedlichsten seiner Gedankenstränge?

 

"Virginius"

Zu keinem in den Nachschlagewerken einschließlich Lemprières Dictionary aufgeführten Virginius ist irgendeine Tötungstat dieser Art verzeichnet; wer die Antwort weiß, wird gebeten, sie mitzuteilen.

 

"Chichester"

Dort befindet sich eine bekannte Irrenanstalt.

Wikipedia-Artikel: Chichester

 

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