Das Verschwinden von Vaudrey

The Vanishing of Vaudrey

In einem kleinen Ort verschwindet Sir Arthur Vaudrey zunächst spurlos. Bald beschuldigt jeder jeden, und als Father Brown die Leiche findet, scheint auch der Mörder schnell gefunden ...

Sir Arthur Vaudrey, in seinem hellgrauen Sommeranzug und auf dem grauen Haupt den weißen Hut, den er sich so keß übergestülpt hatte, schritt rasch die Straße am Fluß entlang, von seinem eigenen Haus zu der kleinen Gruppe Häuser, die fast wie ein Vorwerk seines Hauses wirkte, betrat jenen kleinen Weiler und verschwand dann so vollständig, als hätten ihn Feen von dannen getragen. Dieses Verschwinden erschien ob der Vertrautheit der Örtlichkeit und der äußersten Einfachheit der Begleitumstände um so vollständiger und plötzlicher.

Hörprobe (8:27)
"Das Verschwinden von Vaudrey"
aus der Reihe "Father Brown - Das Original"
Laden des Audioplayers ...
 
 

 

Downloadmöglichkeiten

Download "Das Verschwinden von Vaudrey" bei:
 


und weiteren Downloadportalen:
 
buecher.de: ca. 4,9 € iTunes.de: ca. 4,99 € sofortwelten.de: ca. 4,9 € audible.de: ca. 4,95 € musicload.de: ca. 7,69 € de.7digital.com: ca. 7,49 € artistxite.de: ca. 7,49 €
at.7digital.com: ca. 7,49 €
exlibris.ch: ca.  CHF de-ch.7digital.com: ca. 7,9 CHF
7digital.com: ca. 5,49 £
fr.qobuz.com: ca. 7,19 €

 

 

 

Anmerkungen des Übersetzers Hanswilhelm Haefs

 

"Dandy"

Paul Gavarni: Pariser Dandy

Ein in Kleidung und Aufmachung allen Modeströmungen zugeneigter Mensch; Prototyp: Beau Brummel; siehe auch: Max Beerbohm, Dandys & Dandys. Zürich: Haffmans Verlag.

Wikipedia-Artikel: Dandy

 

"Lady Godiva"

Lady Godiva von John Collier, ca. 1898

Eine Dame dieses Namens existierte im 11. Jahrhundert; sie soll - eine Sächsin - Gattin von Leofric, dem Earl von Mercia und Lord von Coventry, gewesen sein und sich bei ihrem Mann zugunsten der entsetzlich von der Steuer ausgequetschten Untertanen eingesetzt haben. Er erklärte sich zu Erleichterungen bereit, falls sie nackt durch die Stadt reite. Das tat sie, nur von ihrem lang herab wallenden Haar bedeckt. Leofric hob die Steuern auf. Spätere Ausschmückungen besagen, die Einwohner von Coventry hätten um der Schamhaftigkeit der Dame willen ihre Fenster und Türen verschlossen, bis auf einen Schneider, der ein Loch durch seinen Fensterladen bohrte; er wurde prompt blind und ging als der erste und originale "Peeping Tom" (vgl. "Peep Show") in die Geschichte ein. Die historische Godiva hatte Leofric ca. 1040 als Witwe geheiratet; ihr Bruder war Thorold von Bucknall, Sheriff von Lincolnshire. Sie war Gründerin und Mäzenin vieler Klöster. 1678 richtete man in Coventry eine Godiva-Prozession ein, die bis 1887 bestand.

Wikipedia-Artikel: Lady Godiva

 

"jungfräuliche Märtyrerinnen"

die heilige Theodora

Hierzu lese man die entsprechenden Passagen in der Legenda Aurea nach (wo man auch die Geschichte jener nachmaligen Heiligen findet, die sich zuerst von ihrem Betörer aufschwatzen ließ, nachts sehe Gott Liebesspiele nicht, dann aber bei Sonnenaufgang von Reue erfasst wird und den Rest ihres Lebens als Mönch in einem Mönchskloster Buße tut: die heilige Theodora).

Wikipedia-Artikel: Legenda aurea

 

"Gedankenverbindungen zu Sir Walter Raleigh"

Sir Walter Raleigh, Portrait aus dem 16. Jahrhundert

Sir Walter Raleigh (ca. 1552 bis 1618), Günstling Elisabeths I., Seefahrer, Beutepirat, Historiker und Dichter, hat die Kartoffel und den Tabak aus der Neuen Welt nach England gebracht.

Wikipedia-Artikel: Walter Raleigh

 

"kürzlich gereinigt und aufgeräumt ... staubige Ecke"

Wie in einem Zimmer, das "kürzlich gereinigt und aufgeräumt" worden ist, noch eine "staubige Ecke" vorhanden bleiben kann, gehört zu Chestertons Geheimnissen.

 

"nach einer bestimmten Stunde geschlossen"

Ein weiteres Argument für gesetzlich eingefrorene Ladenschlusszeiten.

 

"Die halbe moderne Politik ..."

Diese bescheidene Formulierung deutet auf eine Zeit hin, in der es den Parteien noch nicht gelungen war, sich widerrechtlich und verfassungswidrig den Staat ganz zu eigen zu machen und ihn gegen die besseren Interessen seiner Bürger in die Finanzierungsquelle ihrer Pfründenkungelei zu verwandeln.

 

Eine Vervielfältigung oder Verwendung der Texte und Materialien dieser Website (oder von Teilen daraus) in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen und deren Veröffentlichung (auch im Internet) ist nur nach vorheriger Genehmigung gestattet.